Studienjahr 2015/2016: Berichte der Studenten

Frieder Neunhoeffer
Mai 2016

University of Washington
2015/16
Frieder Neunhoeffer

Wie vor jeder Reise, begann ich meinen Aufenthalt mit gewissen Erwartungen, wohlwissend das man ohne diese am besten beraten ist. Aber aufgrund der dominierenden US-Kultur in der westlichen Hemisphäre hatte ich natürlich schon eine gewisse Vorstellung vom Studentenleben an einer amerikanischen Universität. Vieles hat sich rückblickend bestätigt, auf der anderen Seite haben sich viele Vorurteile als falsch herausgestellt.

Durch Reisen in andere Teile der USA, zum Beispiel in die Südstaaten, den sogenannten „Bible-Belt“, kann ich aus eigener Erfahrung behaupten, dass sich die Mentalität im Nordwesten der USA doch sehr stark vom Rest des Landes unterscheidet. Rassismus und Diskriminierung sind leider noch sehr weit in vielen Bevölkerungsgruppen verbreitet. Der liberale und tolerantere Nordwesten befindet sich dabei in einer gewissen Vorreiterrolle. Ähnlich verhält es sich im Bereich Ernährung und Umweltbewusstsein. Allerdings bestimmen selbst in Seattle Fastfood-Restaurants und schwere Geländewagen nach wie vor das Straßenbild. Jedoch bin ich selbst zu der Feststellung gekommen, dass die innovationsgetriebenen Amerikaner, wiederum besonders im Nordwesten, den zivilisierteren und risikoscheueren Europäern in vielen Bereich voraus sind. Kulinarische und kulturelle Entwicklungen hängen unweigerlich mit dem jungen Alter der Nation zusammen. Vor allem im Technologiesektor profitiert die USA aber von der „No-Limits“-Mentalität und wird auch auf längere Sicht in diesem Bereich weltweit führend bleiben. Gerade in Seattle, nach dem „Silicon Valley“ in Kalifornien, das zweitgrößte Technologiecluster mit Weltfirmen wie Microsoft und Amazon spürt man den Innovationsgeist förmlich in jeder Ecke.

Als Grad-Student, der in Campusnähe mit Undergrad-Studenten zusammenwohnt, bin ich ein Spezialfall. Genauso hatte ich mir meine Reise aber auch erhofft. Zum einen wollte ich mir endlich meinen Kindheitstraum erfüllen und das typische Collegeleben erfahren, dass man aus den unzähligen Hollywoodfilmen kennt. Zum anderen wünschte ich mir natürlich mich mit älteren Akademikern über aktuelle, kontrovers diskutierte Gesellschaftsthemen auszutauschen und meinen Horizont zu erweitern.

Mit dem Ausblick auf die noch verbleibenden 6 Wochen, kann ich schon jetzt ein sehr positives Fazit von meiner Zeit an der University of Washington ziehen. Ich bin dem VDAC sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mich in diesem Jahr persönlich weiterzuentwickeln und helfen konnte Völkerverständigung zu betreiben. Wo immer ich auch war habe ich die Menschen für Deutschland begeistern und dabei vielfach mit Vorurteilen aufräumen können.

Frieder Neunhoeffer, Seattle den 19. Mai 2016


Christian Dumbacher
Mai 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Seit nunmehr acht Monaten studiere und lebe ich nun in Schenectady, einer kleinen Stadt im Bundesstaat New York in den Vereinigten Staaten von Amerika und stehe kurz vor dem Abschluss meines Austauschjahres. Im Juni werde ich das MBA Zertifikat erhalten und damit meine Zeit in den USA abschließen. Das vergangene Jahr war sehr bereichernd, sowohl akademisch als auch privat. Die Erwartungen die ich an mein Studium in den USA hatten wurden insgesamt mehr als erfüllt: Die kleinen Klassen, die intensive Betreuung durch unsere Professoren und das vermittelte Wissen in den einzelnen Kursen waren eine besondere universitäre Erfahrung und ich habe das Gefühl sehr viel gelernt zu haben während meiner Zeit am Union Graduate College, welches seit Februar Teil der Clarkson University ist. Das Leben abseits der Hochschule ist abwechslungsreich, da man sowohl mit Studierenden aus dem eigenen Studiengang als auch mit Studenten vom Undergraduate College viel unternehmen kann. Gleich zu Beginn meines Austauschjahres habe ich Studierende aus den USA und anderen Ländern kennen gelernt mit denen ich oft Fußball spiele, Trips zu den nahe gelegenen Städten New York, Boston und Montreal unternehme oder einfach Abends die lokalen Bars/Studentenparties frequentiere. In den Ferien habe ich Trips in den Süden der USA unternommen und mir dort Miami, Key West und New Orleans angeschaut. Zusätzlich haben mich Freunde aus Deutschland besucht und wir haben einen Roadtrip entlang der Ostküste gemacht mit Zwischenstopps in Washington D.C, Philadelphia, Cape Cod und Boston. Ich bin immer noch fasziniert von der Vielfalt dieses Landes und dem American Way of Life. Daher gefällt mir die Zeit hier außerordentlich gut und ich ertappe mich dabei, mich allmählich heimisch zu fühlen aufgrund der überaus positiven acht Monate die ich bisher in Schenectady verbringen durfte. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz herzlich bei dem Internationalen Frauenclub in Karlsruhe bedanken, die meinen Aufenthalt hier ermöglicht haben.

Viele Grüße aus den Staaten,
Christian Dumbacher


Travis Sauer
Oktober 2015

Hallo Alle!

Ich heiße Travis Sauer, und ich bin hier in Karlsruhe seit 08.09.2015, und muss ich sagen, wie schön die Stadt ist, und wie freundlich und hilfsbereit die Leute das ich getroffen habe sind. In den Vereinigten Staaten habe ich Deutsch und Geschichte für drei Jahre studiert, und jetzt studiere ich hier Germansistik bei KIT. Wann ich nicht studieren muss, mag ich sehr Gitarre und Videospiele zu spielen, beim Fahrrad fahren, und auch ein gutes Buch lesen. Meine zwei Schwestern, Rachel und Carla, und meine Eltern, Scot und Jen, sind sehr aufgeregt, dass ich diese unglaublich schöne Gelegenheit bekommt habe, und es freut sie sich so viel die Bilder das ich fotografiert habe zu sehen. Mein Großvater war in Kollnau geboren, und so fühle ich mit Baden-Württemburg verbindet. Ich bin sehr aufgeregt hier in Deutschland für ein Jahr zu wohnen und Studieren!

Herzliche Grüße,
Travis Sauer