Internationaler Frauenclub Karlsruhe e.V. | International Women´s Club Karlsruhe

Berichte unserer amerikanischen Studenten

2019   Nachhausegehen      Iwan Samloski

Wie sagt man goodbye? Ich meine nicht wie sagt man auf Wiedersehen, Tschüss, oder Ciao, aber wie verabschiedet man sich von guten Freunden? Es ist immer eine schwierige Sache, wenn man nicht weiß, wann man sie wiedersehen wird. Das ist, wie ich mich gefühlt habe, als ich zurück in die USA gegangen bin. Es war für mich endlich wahr, dass ich Deutschland verlassen müsste, dass ich nach so einem wunderschönen Jahr wieder nach Hause gehen würde. Ich konnte es kaum erwarten, bis ich meine Familie und meine alten Freunde wiedersehen würde, bis ich wieder in gewohnten Restaurants
essen würde, aber es war für mich eine emotionale, schwierige Sache Karlsruhe zu verlassen. Die Zeit, die ich in Deutschland verbracht habe, war für mich einer den schönsten Zeiten meines Lebens und ich fühle mich dem VDAC, dem Internationaler Frauenclub Karlsruhe und der Pädagogischen Hochschule sehr verbunden. Ich bin ewig dankbar für diese lebensverändernde Erfahrung. Die Freunde, die ich in Karlsruhe kennengelernt, und die Erfahrungen, die ich in Deutschland gemacht habe, werde ich nie vergessen. Von Anfang an, habe ich mich in Karlsruhe wie Zuhause gefühlt, aber bevor ich nach Deutschland gereist bin, habe ich Angst gehabt, dass ich Schwierigkeiten mit anderen Studenten auszukommen, haben würde, aber direkt zu Beginn meines Aufenthalts waren meine Ängste verringert, weil meine Mitbewohner und die Studenten der Pädagogischen Hochschule sofort sehr sympathisch, einladend und hilfreich waren. Das letzte VDAC Seminar in Tübingen war ein perfekter Abschluss des Jahres. Es fiel mir auf, als wir uns verabschiedeten, dass die meisten von uns sich nur einige Male wegen der Seminare getroffen haben, aber es fühlte sich an, als ob wir uns schon für Jahre gekannt hätten, weil wir durch das gemeinsame Erlebnis eines Jahres in einem fremden Land verbunden waren und bis heute bleiben wir alle in Kontakt. Unter allen Gedanken und Gefühlen, die ich während meiner letzten Tage in Deutschland hatte, sticht eine einfache komische Erinnerung hervor. Als ich auf meinen Flug gewartet habe, bin ich zum Imbiss gegangen und ich habe einen Döner und eine Cola bestellt und es ist mir eingefallen, dass es das letzte Mal in diesem Jahr sein würde, dass ich etwas auf Deutsch bestellen würde und solche alltäglichen Momenten habe ich sofort vermisst und jetzt wieder in Amerika, wenn ich einkaufen gehe, erwarte ich immer noch, dass der Kassierer mich fragen wird, ob ich eine Rewe-Karte habe oder etwas ähnliches. In den paaren Wochen, seit ich wieder in den USA angekommen bin, ist es mir klar geworden, wie ich nach meinem Austauschjahr in Deutschland emotional gewachsen bin und mich verändert habe. Wenn man sich bei der Stadt an- und abmelden muss und eine Aufenthaltserlaubnis und eine Krankheitsversicherung benötigt und zuzüglich noch alles auf Deutsch machen muss, ist es schon anstrengend, aber diese Erfahrungen, und das Jahr im Allgemeinen, haben vor allem mein Selbstvertrauen gestärkt und dafür bin ich des Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs besonders dankbar. Ich weiß, dass ich mich in der Zukunft immer für Deutsch-Amerikanische Freundschaft und Beziehungen einsetzen werde. Ich weiß, dass ich irgendwann nach Deutschland zurückkehren werde, und ich weiß jetzt auch, dass ich ein PhD Studium in Deutsch absolvieren möchte. Von meinem Austauschjahr hätte ich nicht mehr erwarten können.

Ansprechpartnerinnen für den Studentenaustausch:
Swaantje Katz (deutsche Studenten), Telefon: 0172-8591725, E-Mail
Christa Rohnke (amerikanische Studenten), Telefon: 0171-1213714
Weitere Informationen über den Studentenaustausch finden Sie auf der Seite des VDAC.

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